Türöffnung: 20:00 Uhr Beginn: 21:30 Uhr Preis VK: Fr. 37.- Preis AK: Fr. 35.-
| | Freitag, 13. Juli 2012 BONNIE 'PRINCE' BILLY (AUSVERKAUFT) Palace Brothers and Sisters, das Sommerkonzert No. 2 mit Will Oldham
AUSVERKAUFT - KEINE ABENDKASSE!
Freundinnen und Freunde der Nacht, was haben wir in unserer Palasthütte in der ostrandständigen Galluseinsiedelei schon für grossartige Licht- und Schattengestalten erlebt. Aber glaubt uns, hier kommt, mitten im Juli, ausser Programm und jenseits aller Grenzen, eine Figur, die Licht und Schatten wie selten jemand auf dieser Welt zu konturieren weiss: The one and only Will Oldham.
Geboren am Christkindtag 24.12.1970 und gottgegeben sesshaft in Louisville, Kentucky, hat er seinen Hüttenpalast vor zwei Jahrzehnten weitab von Nashville und seinen Country-Dikatoren errichtet und unter seinen Firmenverweigerernamen Palace Brothers, Palace Songs, Palace Music, Palace - oh ja - und Bonnie Prince Billy die Bruchstellen ländlichen Daseins und der urbanen Übersetzungen ausgelotet, bis er alles Licht in seinem Bart gefangen hatte ... Ach was, wir fallen jetzt nicht herein: «There Is No God», singt Billy auf seiner letzten Single, und schon auf dem ersten Album 1993 hatte er spitzbübisch gefragt: «O Lord Are You In Need?» Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, finde dein Licht, niemand wird sich um dich kümmern! Lautet der Appell. Wer fernbleibt, solls verantworten. Wer hart bleibt, wird nie mehr weich werden. Derweil sich in der Palace-Sommernacht Wissende und Unwissende auf alle! n möglichen Brücken vereinen können, die da zu Will Oldham führen: Feierliche, bei Gott viel zitierte Brücken, die da heissen Johnny Cash («I See Darkness»), Kanye West, Björk, Bill Callahan, Tindersticks, John Sayles... Welchen Anzug und ob er Rotbart trägt, wissen wir nicht. Aber sicher können wir sagen, dass ihm die Performance - und die eigenverantwortliche Befreiung des Publikums - wichtiger ist als alles andere. Und er damit als erstberufener Schauspieler auf der alten Kinotheaterbühne und erst recht mit fünfköpfiger Band sicher aus dem Vollen schöpft. Den heimlichen Giganten des amerikanischen Songwriting hat ihn der royale Palacefreund Albert Kuhn genannt und uns im Magazin dringlich «Hört auf Prinz Bonnie!» (2009) und das Merve-Bändchen «Das Reale in seiner Einzigkeit» nahegelegt: «Seine Musik geht ans Herz, geht an die Nieren. Durchbricht die Blut-Hirn-Schranke.» Wie gesagt, alles auf eigene Verantwortung, aber alles unterm grossen Palace-Bündnis-Schild. Please, M! ister, auch wir hatten eine gute Mutter und einen guten Vater. Ähm, Amen? Sagen wir vielleicht dann doch noch, früh am Samstagmorgen.
+++ DJ WOLFMAN +++
Art/Stil:
MUSIK
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