Samstag, 23. Januar
Felix KubinDE
Samstag, 23. Januar
Mary OcherDE
Samstag, 23. Januar
Felix In WonderlandFilm
Sonntag, 24. Januar
11 Jahre Soul Gallen
Sonntag, 24. Januar
Marius & die JagdkapelleCH
Freitag, 5. Februar
Sc'ööfCH
Freitag, 5. Februar
Mareille Merck – LarusCH
Samstag, 6. März
The GardenUS
Freitag, 9. April
Holden & ZimpelUK/PL
Samstag, 17. April
Jeans for JesusCH
Samstag, 17. April
CAPSLOCK SUPERSTARCH, Jessica Jurassica & DAIF
Freitag, 23. April
Nadja ZelaCH
Freitag, 23. April
BatbaitCH
Samstag, 24. April
Crème SolaireCH
Samstag, 24. April
Gamma KiteCH
Samstag, 24. April
ProzperaCH
Donnerstag, 13. Mai
KlitcliqueAT
Mittwoch, 9. Juni
Rolling Blackouts Coastal FeverAU

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Samstag, 23. Januar
Felix Kubin
Mary Ocher
Felix In Wonderland
Tür 19:00 25.-


Leider muss der Konzertabend mit Felix Kubin und Mary Ocher aufgrund der aktuellen Lage und den geltenden Massnahmen abgesagt werden. Alle bereits gekauften Tickets werden automatisch rückerstattet.

«Experiment No. 1: Feeding a microphone to a Slovakian dog», mit diesem Versuch startet der experimentelle Dokumentarfilm «Felix in Wonderland» von der Künstlerin und Filmemacherin Marie Losier. In eine Art Traumsequenz wird der Musiker und Performer Felix Kubin porträtiert. Bereits mit elf Jahren begann Felix Kubin mit seinen Soundexperimenten, «alles war möglich» und mit Synthesizer und 4-Spur-Kassettengerät folgten auch bald die ersten elektronischen Stücke. Alles so richtig begann, als Felix Kubin mit dem Synthesizer Korg MS-20 in Berührung kam. Kurz darauf spielte er bei Punk- und New Wave-Festivals des legendären Hamburger Labels «ZickZack». Ende der 80er Jahre wandte er sich der elektronischen Noisemusik zu und seit Ende der 90er Jahre befasst sich Felix Kubin mit futuristischer Popmusik, elektroakustischer Musik, ist Autor von Hörspiel- und Theaterproduktionen (unter anderem für Christoph Schlingensief und Schorsch Kamerun) und Betreiber seines eigenen Plattenlabels «Gagarin Records». So viel zu seiner History, denn der Film nimmt eine hybride Form ein, ohne Drehbuch mit viel performativem, Symbolik und dem Spiel mit der Exzentrizität des porträtierten Künstlers. «Felix in Wonderland» gibt es an diesem Abend zu sehen, und die «TAZ» meint: «aber dieser Film macht große Lust, sich mit dem Werk des Geräuschexperimentators in aller gebotenen Tiefe auseinanderzusetzen.» – Felix Kubin wird uns später noch mehr Einblick, bei einem Live-Konzert in seine Klangwelt, in seinen Space aus experimentellen elektronischen Klängen zeigen und uns mitnehmen auf eine Reise mit Helikopter-Geräuschen, Explosionen oder verrückten Sci-Fi-Sounds. Ebenfalls an diesem Abend wird Mary Ocher auftreten, visuelle Markenzeichen: blonde Perücke und übergrosse Grossmutterbrille. Sie ist eine begnadete Exzentrikerin und Provokateurin mit Tiefgang: Die 33-jährige Künstlerin, Musikerin und Sängerin, geboren in Russland und aufgewachsen in Israel, seit einem Jahrzehnt Wahlberlinerin, vermittelt in ihrem vielfältig experimentellen Folk-Kraut-Pop kritische Gegenwartsdiagnosen und politische Appelle mit Fokus auf Themen wie Autorität, Identität und Konflikt. Ein prächtiges Beispiel für ihre progressive Kunst ist der Song «Endlessness» respektive «Die Endlosigkeit (ein Lied für junge Fremdenhasser)» auf ihrem jüngsten Album «The West Against The People» (Klangbad). Das mit weichen Synthesizerklängen fliessende Stück, im Musikclip eingebettet in eine meditative Wüstenlandschaft, portiert eine Botschaft gegen Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus. «Es ist nichts mehr zum Erobern übrig», singt Ocher. Das gilt allerdings keinesfalls für die Künstlerin selber, die von Garage-Rock’n’Roll bis zu futuristischem Elektro-Pop alle musikalischen Grenzen sprengt, weil: «Ich finde die meisten Genres sehr einengend.» Zu den Fürsprechern der «kosmopolitischen und feministischen Bohemienne» (Spex) gehören der kanadische Psych-Guru King Khan, die Goldenen Zitronen, die Schriftstellerin Sibylle Berg und eben auch Felix Kubin («Mary is a pinpall in hyperspace»). Mary Ochers St.Galler Premiere kommt in panischen Zeiten neuer Ausgrenzungen gerade richtig. Die Anarchistin, die als Fremde in Israel übelst schikaniert wurde, kämpft mit all ihren Mitteln dagegen an, dass «alle ständig nach einem schwarzen Schaf suchen», wie sie sagt.

Abgesagt
  • © Dorle Bahlburg
  • © Soenke Held
  • © Greg Holm