Mittwoch, 30. November
Erfreuliche Universität
Freitag, 2. Dezember
Stereo LuchsCH
Donnerstag, 8. Dezember
Tara Clerkin TrioUK
Sonntag, 11. Dezember
Erika StuckyCH
Samstag, 17. Dezember
DachsCH
Freitag, 23. Dezember
Soul Gallen
Freitag, 23. Dezember
mit Herrn Wempe
Freitag, 30. Dezember
Prix GarantiCH
Freitag, 30. Dezember
Elischa HellerCH
Samstag, 4. Februar
Voodoo Jürgens
Samstag, 18. Februar
GroveUK
Donnerstag, 16. März
Die SterneDE
Samstag, 15. Oktober
Sophia Kennedy
Jerry Paper
DJ Doubt Chips
Tür 20:00 Beginn 21:00 20.-

Einziges Konzert in der Schweiz von Jerry Paper

Es ist einiges passiert, seit Sophia Kennedy 2017 am Palace-Flügel vor ein paar Nasen ein denkwürdiges Konzert gab und schnell klar war, dass dies nicht der einzige Besuch bleiben würde im Palace. Auf das selbst benannte Debutalbum, das locker zwischen Kammerpop mit Streicher und Klavier, merkwürdigen Zwischentönen und fiesen Beats tänzelte, folgte im letzten Jahr das aufsehenerregende Album Monsters, wiederum auf DJ Kozes Label Pampa Records. Gemeinsam mit Mense Reents (Die Goldenen Zitronen, Die Vögel) schuf die in Batimore geborene Wahl-Hamburgerin 13 funkelnde, glamouröse und pulsierende Songs, die verpeiltem R’n’B und Hip-Hop genauso nahe stehen wie kristallklarem Pop und düsterer elektronischer Clubmusik. Textlich und musikalisch mutiert Monsters laufend zwischen Euphorie und Einsamkeit, Lethargie und Aktionismus und Sophia Kennedys Stimme ist so wandelbar wie Popmusik nur sein kann. Mit Wandelbarkeit kennt sich auch Jerry Paper aus – Paper wird die Bühne an diesem Abend mit Sophia Kennedy teilen. Jerry Papers Synth- und Lo-Fi-Popsongs wirken entspannt, urkomisch und ziemlich fröhlich: Hier trötet eine friedliche Tuba, da flirrt ein Vintage-Synthesizer, sogar eine absurd heulende Flöte schaut vorbei. Grossartig lustig ist auch das Video zum Song Kno Me aus dem aktuellen Album Free Time (Stones Throw Records), indem sich Paper in einem pinken Cow-Girl-Kleid während drei Minuten erfolglos versucht, auf ein Pferd zu sitzen. Fast macht sich die Musik vor lauter Lockerheit und Witz flüchtig und rückt in den Hintergrund, wären da nicht die sehr persönlichen Texte, die Verletzlichkeit offenlegen: «You look me in my eyes / Tell me with a straight face / There's only two kinds of people in this world / So pick your place!» Auf einer Spurensuche verhandelt Jerry Paper Themen wie Körperlichkeit und die eigene non-binäre Identität.