Mittwoch, 8. Februar
Erfreuliche Universität
Freitag, 10. Februar
ClubKlub
Samstag, 11. Februar
Nordklang
Dienstag, 14. Februar
Erfreuliche Universität
Mittwoch, 15. Februar
Erfreuliche Universität
Donnerstag, 16. Februar
Kulturkosmonauten
Donnerstag, 16. Februar
Zukunft können
Freitag, 17. Februar
Timber TimbreCA
Samstag, 18. Februar
GroveUK
Donnerstag, 23. Februar
Chuchchepati Orchestra
Freitag, 24. Februar
Soul Gallen
Samstag, 25. Februar
Pamplona GrupCH
Freitag, 3. März
Baby VolcanoCH/GT
Freitag, 3. März
Nathalie FroehlichCH
Freitag, 10. März
BerceusesCH
Samstag, 11. März
Nze NzeFR
Samstag, 11. März
Bit-TunerCH / Live
Donnerstag, 16. März
Die SterneDE
Donnerstag, 16. März
Angela AuxDE
Freitag, 7. April
Barrio ColetteCH
Mittwoch, 12. April
Dominic Oppliger & Papiro
Samstag, 22. April
FlexFab & Ziller BasCH / KEN
Freitag, 28. April
HENGEUK
Freitag, 28. April
Public Display Of AffectionDE
Sonntag, 7. Mai
Laurent & MaxCH
Freitag, 17. Februar
Timber Timbre
Joseph Martone
Tür 20:00 Beginn 21:00 30.-

Es gibt diese Songs, die einen beim ersten Anhören sofort in Bann ziehen und dann nie mehr nicht loslassen. Die kanadische Band Timber Timbre hat gleich mehrere davon, sie heissen «Demon Host», «Black Water» oder «Magic Arrow» und entfalten einen unheimlichen Sog und Zauber, der nicht von dieser Welt scheint und an die filmischen Welten von David Lynch erinnert. Von Geister-Folk und Skelett-Blues war die Rede, als Taylor Kirk, der Kopf hinter Timber Timbre, auf Deutsch soviel wie «Klangfarbe von Holz», vor eineinhalb Jahrzehnten mit seinen düsteren, karg instrumentierten und verhallt gesungenen Songs antrat; er selber nannte das Genrekonstrukt Gothic Rockabilly Blues, manche zogen grosse Vergleiche mit Elvis Presley oder Roy Orbison. Die aufrichtigste Musik finde, wer an den Rand der Dunkelheit vorstosse, hielt es Kirk einfach und schwärmte vom Leben in den Wäldern; dorthin, respektive «an freundliche, etwas surreale, aber ungeschützte Orte» wolle er sein Publikum mitnehmen. Das liess sich nicht zweimal bitten: Als Timber Timbre 2011 mit ihrem vierten Album «Creep On Creepin’ On» erstmals in der Schweiz gastierten, waren alle Konzerte rasch ausverkauft, auch in St.Gallen, wo nach einer Einhorn-Ansage im schummrigen Dunkelrot eine fast sakrale Stille herrschte, wie ein Kritiker schrieb. «Timber Timbre schufen eine knisternde Spannung, die nie abriss, und verwandelten das Palace in einen Tempel der Seelenwärmung.» Nun dürfte es wieder ähnlich toll knistern, wenn Kirks Trio nach einem fantastischen Ausflug in den synthetisch aufgemotzten Dark-Pop («Sincerely, Future Pollution», 2017) ins Palace zurückkehrt und eine Vorschau auf sein im Frühling 2023 erscheinendes neues Album «Lovage» spielt: Das verspricht «pervertierte Pianoballaden mit spirituellen Jazz-Intermezzi auf exotischen Inseln und Psych-Prog mit Girl-Group-Cabaret à la Phil Spector zu vermählen», wenn wir das mal frei übersetzen wollen. In welche Richtung Timber Timbre auch immer gehen, unheimlich bezaubernd bleiben sie gewiss.

Der Italo-Amerikaner Joseph Martone hat eine tiefe Stimme, die Johnny Cash fast wie Jimmy Somerville klingen lässt. Sein erstes Album mit Kompositionen, die an Soundtracks zu Sergio Leone-Filmen erinnern, klingt wie ein Treffen zwischen Lee Hazlewood, Nick Cave und Ennio Morricone: Bariton-Gitarren im Western-Stil, Frauenchöre ("Firefly") und bewegte Texte ("Working On Me"). Joseph Martone ist auch Weinbauer in der Gegend von Neapel. Es heißt, dass in alten Fässern der beste Wein gemacht wird. Ein Sprichwort, das auch für dieses betörende Album im Cinemascope-Format gilt.