Freitag, 24. Mai
«Live aus der Ukraine»
Freitag, 24. Mai
Lesung von Luzia Tschirky
Samstag, 25. Mai
Soul Gallen
Dienstag, 28. Mai
Erfreuliche Universität
Mittwoch, 29. Mai
Chuchchepati Orchestra: Flight of the Bumblebee II
Donnerstag, 30. Mai
Auszeichnungen der St.Gallischen Kulturstiftung
Samstag, 1. Juni
Musig uf de Gass
Samstag, 1. Juni
Mäty
Samstag, 1. Juni
Mel D
Samstag, 1. Juni
Mamari
Samstag, 1. Juni
Openair St.Gallen DJ-Set mit DJ Rizzmo
Samstag, 8. Juni
Ein Potpourri zum Saisonschluss
Samstag, 8. Juni
GORZARG/CH
Samstag, 8. Juni
Jonas AlbrechtCH
Samstag, 8. Juni
All Ship ShapeCH
Samstag, 22. Juni
Parkplatzfest
Samstag, 22. Juni
AvventurFR
Samstag, 22. Juni
MeliciousCH
Samstag, 22. Juni
eggs and tiarasCH
Samstag, 22. Juni
TootardSY
Dienstag, 8. Oktober
Erfreuliche Universität
Donnerstag, 17. Oktober
The Mystery LightsUS
Montag, 28. Oktober
TramhausNL
Freitag, 1. November
Iowa
Freitag, 1. November
Lesung von Stefanie Sargnagel
Freitag, 1. November
begleitet von Christiane Rösinger
Mittwoch, 6. November
Dana GavanskiCAN
Mittwoch, 6. November
TaimashoeCH
Samstag, 9. November
Worries And Other PlantsCH
Donnerstag, 21. März
Begleitetes Putzen
Film: The Last Picture Show
Erfreuliche Universität: Das Neue Bauen des Moritz Hauser
Lesung
obah
Film: Auf- und Abbruch in St.Güllen
Erfreuliche Universität: Die Neueröffnung!
Soundwalk mit Julian Sartorius
Anika
Richard Dawson
Lesung
Julian Sartorius: Locked Grooves
Film: Mulholland Drive
Film: Other Music Documentary

08:00 begleitetes putzen

09:30 Film: The Last picture show

The Last Picture Show (1971) lief im damaligen Cinema Palace Theater und ist ein Coming-Of-Age-Film, der vom Aufbruch in neue Zeiten erzählt und als einer der Höhepunkte des New-Hollywood-Kinos gilt. Der Film handelt von der  Schliessung des Kinos in einer kleinen Vorstadt, der einzigen Attraktion in der Ortschaft. 

12:00 E-Uni: Das neue bauen des moritz hauser

Die architekturhistorische Vorlesung und Diaschau von Nina Keel dreht sich um das Schaffen des Architekten Moritz Hauser (1891-1970) und stellt es in einen grösseren zeitgeschichtlichen Kontext. Nach der Eröffnung seines Architekturbüros in St.Gallen im Jahr 1920 folgte mit dem Bau des Kinotheaters Palace (1923-1924) Moritz Hausers erster grosser Auftrag. Der Bau von Kinos sollte den Architekten noch länger beschäftigen: 1930-1933 errichtete er das Kino Säntis im Linsebühl-Bau sowie 1934-1935 das Hotel und Kino Urban am Bellevue in Zürich. Moritz Hauser zählt zu den Protagonisten des Neuen Bauens in St.Gallen – mehrere Wohnhäuser aus den 1930er-Jahren zeugen von der progressiven Haltung des Architekten.

16:00 obah

Ein improvisiertes Zusammenspiel von Ton und Bild von Femi Fokkens am Piano und Gesang zusammen mit den Live Visuals von Claudia Hafner an Pinsel und Hellraumprojektor.

16:30 Film: auf- und abbruch in st.güllen

In Auf- und Abbruch in St.Güllen (2007) beleuchtet Jan Buchholz die baulichen und darauf folgenden gesellschaftlichen Veränderungen in der Stadt in den Jahren 2002-2006. Der Dokumentarfilm erzählt unter anderem auch vom Palace in seiner Entstehungsgeschichte als Konzertlokal.

18:15 E-Uni: die neueröffnung!

Am 27. Oktober 2006 war es soweit: Das Palace wurde in seiner heutigen Form als Konzert- und Diskussionslokal mit einer Wiener Gala neu eröffnet. Dass dies überhaupt möglich wurde, ist einem kulturellen und politischen Aufbruch in St.Gallen zu Beginn der Nullerjahre zu verdanken. In einem Talk blicken die Historiker Kaspar Surber und Marco Dal Molin von der Erfreulichen Universität auf die turbulenten Jahre zurück. Dass im einstigen Kino heute Konzerte gespielt werden, der Betrieb keine kommerziellen Ziele verfolgt und es auch kein Sicherheitspersonal gibt, war nämlich alles andere als klar. Damals, als alles ganz neu begann.

19:00 Georg gatsas (DJ)

19:15 Soundwalk mit julian sartorius

Der Drummer Julian Sartorius kitzelt aus (fast) jeglichem Mobiliar unserer gebauten und natürlichen Umwelt einen Beat heraus. Ausgerüstet mit Sticks, Rucksack und Dächlikappe wandert er bei Wind und Wetter durch Landschaften und Bauten und klopft stetig seine nächste Umgebung nach unerhörten Geräuschen ab. Hätten wohl die Fassadenbauer*innen des anonymen Industriebaus in Zürich gedacht, dass die verbauten Metallelemente mal Social-Media-Stars werden? Sartorius bespielt die Panele in einem hunderttausendfach gesehenen sowie wacker und oftmals auch recht lustig kommentierten Filmchen. Der Musiker kartografiert aber nicht nur klopfend unseren Planeten. Er ist auch einer der gefragtesten und fantasievollsten Schlagzeuger dieses Landes und begleitet z. B. Sophie Hunger in ihrer Live-Band, spielt in diversen Jazzbands und kooperiert mit Musiker*innen unterschiedlichster Couleurs, u. a. mit Matthew Herbert. Da jeder Palast ja auch nur ein Schlaghölzli ist, bietet Julian Sartorius eine besondere Führung durch das Palace-Haus an: Er nimmt an drei Terminen eine Gruppe mit auf die Suche nach all den verbauten und versteckten hundertjährigen Geräuschen. Besammlung ist beim Wegweiser, die ersten 25 Personen können mit auf die Führung gehen.

20:00 Anika

«Can music be used to elevate the consciousness into psychedelic experiences?», stellt sich Anika die Frage und eigentlich kennt sie sich sehr gut mit «psychedelischer» Musik und Kunst aus: Seit ihrem Debütalbum, das 2010 in Zusammenarbeit mit Geoff Barrow und der ganzen Band BEAK> auf Invada Records und Stones Throw Records erschienen ist, hat die Wahlberlinerin die Krautrock-, Post-Punk und New-Wave-Musik mitgenommen und mit einer Vielzahl an Alben, Projekten und Kollaborationen sowie als DJ, Aktivistin und Künstlerin stark mitgeprägt. 
Und nun schafft Anika mit ihrem neuen Album Eat Liquid – ursprünglich als massgeschneiderte Komposition für das Zeiss Planetarium in Berlin konzipiert und dort live aufgenommen – ein Klanguniversum, das nicht einfach nur Musik ist, sondern als Dialog zwischen Klängen, Visuals und der räumlichen Dimension das Ambient-Genre in neuem Kleid zeigt. Ihre Synthesizer klingen echohaft, gespenstisch und gleichzeitig warm, während die Gitarrenklänge und Spoken Words das Hörbare erweitern: eine klangliche Alchemie, bei der Anika meisterinnenhaft zwischen strukturierten Kompositionen und improvisierten Momenten jongliert. Die Performance, eingebettet in eine visuelle Pracht tut dann seinen Rest und öffnet den ganzen Imaginationsraum. Die Abwesenheit perkussiver Elemente ermöglicht es, den schwebenden Soundscapes frei zu fliessen und sich mit der umarmenden, ätherischen Atmosphäre zu verweben.
«We all seek escape in differing moments, through drugs, alcohol, sex and film but can music offer an alternative?» Eat Liquid ist ein Abstecher, eine Einkehr in einen akustischen Safer Space, in eine komplexe Klanglandschaft. In dieser künstlerischen Erfahrung scheint die Frage nach der psychedelischen Potenz von Musik beantwortet zu werden, und zwar nicht mit bombastischen Behauptungen, sondern durch subtile und tiefgreifende Sounds. What a matching Sounderlebnis für ein Jubiläum!

21:00 DJs Schlumpf & Boiled stanley

21:45 Richard dawson

Endlich klappt es mit dem zweiten Auftritt von Richard Dawson in der Ostschweiz: Im Frühling 2015 hatte «Grossbritanniens bester, humanster Songschreiber» (The Guardian) ein eingeweihtes Palace-Publikum mit einem herzergreifenden Solo-Set begeistert, das er mit seinem A-cappella-Lied Poor Old Horse unvergesslich in den Stuhlreihen beendete. 2020 fiel der mit Band angesagte Auftritt zu seinem meisterhaft zeitdiagnostischen Album «2020» der Corona-Seuche zum Opfer. Und dann blieb nur das Warten und die Hoffnung übrig, bis es nun endlich zur festlichen Rückkehr kommt: Was auch immer der  bärtige Nerd mit den grossen traurigen Augen und dem menschenfreundlichen Schalk aus seinem mittlerweile grossen und ausufernden Folk- und Indie-Metal-Werk spielen wird, ob bekanntere Songs wie Two Halves, Jogging, Thicker Than Water, heimliche Favoriten oder neue Lieder – ein Ereignis, eine Wucht und eine berührende Offenbarung ist der eigenwillige Gitarrist und Sänger mit engelshafter Falsett-Stimme auf jeden Fall. Überraschungen nie ausgeschlossen, Schubladisierungen wie Weird Folk, Prog Rock oder Medieval Industrial hinfällig absurd. So düster seine Texte über Isolation, Paranoia oder Ausgrenzung, so unbeirrt Dawsons Restglaube für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Seine Heimatstadt sei «noch nicht so schlimm wie anderswo», hat er einmal gesagt. «Newcastle ist immer noch eine herzliche Stadt.» Das glauben wir gern und spendieren frohgemut Drinks, wer im Newcastle-United-Shirt auftaucht – ob mit Shearer oder Schär auf dem Rücken ist selbstverständlich einerlei.

23:00 DJs Schlumpf & Boiled stanley

00:00 Julian sartorius: locked grooves

Neben den drei Soundwalks wird Julian Sartorius während drei Stunden auf der Bühne seine Locked Grooves spielen. In seinem 2021 erschienenen Album Locked Grooves lotet er in 112 Loops die Möglichkeiten der unendlichen Spielweise von 1.8 Sekunden langen Schlagzeugfragmenten aus.

03:15 Film: Mulholland drive

In Mulholland Drive (2001) mischt David Lynch Drama- und Mystery und bricht mit gewohnten Erzählstrukturen. Schauplatz ist der Mulholland Drive am Fusse des Hügels der Filmstars in Los Angeles. Die BBC wählte den Thriller zum besten Film des 21. Jahrhunderts und auch im damaligen Cinema Palace Theater feierte er grossen Erfolg. 

06:00 film: Other music documentary

Other Music Documentary (2019) verbindet Kino mit Musik und erzählt vom Sehnsuchtsort Other Music, dem einflussreichen Zentrum der unabhängigen Musikkultur in New York, wo neue Musik entdeckt, Bands und Plattenfirmen gegründet wurden. Im Film kommen Bands wie Magnetic Fields oder Animal Collective vor, deren Konzerte im Palace in bester Erinnerung sind.