Dienstag, 7. April
Erfreuliche Universität
Dienstag, 7. April
Das Podium zu den Regierungsratswahlen
Samstag, 2. Mai
Daniel HaaksmanDE, Man Recordings
Sonntag, 3. Mai
Marius & die JagdkapelleCH
Freitag, 8. Mai
GewaltDE
Samstag, 23. Mai
The GardenUS
Sonntag, 31. Mai
Equiknoxx
Sonntag, 31. Mai
ft. Gavsborg, Shanique Marie & Time CowJAM
Freitag, 16. Oktober
Jeans for JesusCH
Donnerstag, 26. November
Alex Zhang HungtaiCA

Freundinnen und Freunde der Nacht, sämtliche Veranstaltungen bis zum 30. April können leider nicht wie geplant stattfinden. Wir versuchen alle geplanten Konzerte in die post-coronale Zeit zu verschieben. Wir werden euch hier über Ersatztermine und/oder Ticketrückvergütungen informieren.

Danke vielmal für euer Verständnis!
Tragt euch grosse Sorge, zeigt Solidarität. Bleibt gesund & helft einander!

Zur Überbrückung:

Palace Plakat No. 1 zum Ausmalen
Palace Plakat No. 2 zum Ausmalen
Palace Plakat No. 3 zum Ausmalen

Freitag, 3. April
Neues Datum: 16. Oktober
Jeans for Jesus
Daif
Jessica Jurassica
DJ Die Härte
Tür 21:00 Beginn 21:30 25.-

Das Konzert mit Jeans For Jesus, Daif & Jessica Jurassica wird verschoben. bereits gekaufte Tickets bleiben gültig. Neues datum: 16. Oktober 2020

Rebellion muss nicht stachelig sein, nach Beizentour riechen und nach wütenden, stahlschwammbehandelten Gitarren klingen. Im Fall von Jeans for Jesus fügt sie sich verspielt und dünnhäutig in glatt polierten Zeitgeistpop ein, so verblüffend wie eine Halluzination, so echt wie das tatsächliche Wetter. Kritik an der neoliberalen Optimierungswelt im Gewand eines Hits, der formalästhetisch von genau dieser gemacht sein könnte, inhaltlich aber komplett dagegenhält: Das gab es so noch nicht auf Berndeutsch. Schafft man es, seine hörgewohnten Schubladisierungen sein zu lassen und durch die lackierte Oberfläche zu schlüpfen, steht man vor einer gigantischen Landschaft aus Reflexionen, Farben und Stimmungen. Globale und lokale Analysen, gebaut von vier mitteljungen Berner Boomer-Söhnen, die keine Lust haben, als neue Vertreter in ausgelatschte Pfade der Geschichte gedrängt zu werden. Es geht um Ratlosigkeit, Schmerz und Zweifel, bleibt aber immer geschmeidig, ohne Stagnation oder Nostalgie. «Mir chöi nid los / mir wei nid zrügg / i wot ad Gränzä vom Iz», heisst es im Lied «2000&irgendwo». Im Video dazu regnet es kultige Pop-Motive als Lasergewitter auf trostlose Agglo und regungslose Menschen. Im dreiteiligen Song «127.0.0.1(-3)» wird der Ton schärfer: «Wo gits dr best Wy für aui Wixer / wosech beruäfe füele üs z erlösä vo üsnä Problem». Insgesamt bleiben die Texte meist fragmentarisch und assoziativ, lassen Räume offen – aber transportieren explizite Gefühle. Diese Direktheit macht «19xx_2xxx_» zu einem der grössten Pop-Alben der Schweizer Gegenwart. Willkommen in der neuen Welt!

Abgesagt
  • © Matthias Guenter
  • Plakat: Dominik Schefer