Freitag, 3. Dezember
Black Sea DahuCH
Freitag, 3. Dezember
EllasCH
Samstag, 4. Dezember
Etran De L'AïrNER
Dienstag, 7. Dezember
Erfreuliche Universität
Dienstag, 7. Dezember
Die Gefahr der Desinformation
Freitag, 10. Dezember
Hey Hey Bar
Samstag, 11. Dezember
Luzius SchulerCH
Samstag, 11. Dezember
MARIE-PIERRE BONNIOL - Wasser (Preview screening)DE, 2021, 22'35
Sonntag, 12. Dezember
11. Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb
Dienstag, 14. Dezember
Erfreuliche Universität
Dienstag, 14. Dezember
Die Chancen des Mediengesetzes
Donnerstag, 16. Dezember
James Holden & Wacław ZimpelUK/PL
Freitag, 17. Dezember
Flieder EnsembleCH
Samstag, 18. Dezember
Soul Gallen
Donnerstag, 23. Dezember
Chuchchepati Orchestra: Christnoise
Freitag, 14. Januar
Ester PolyCH
Freitag, 14. Januar
Anna & StoffnerCH
Freitag, 21. Januar
Sc'ööfCH
Freitag, 21. Januar
Mareille Merck – LarusCH
Samstag, 22. Januar
Ozan Ata Canani & KarabaDE
Samstag, 29. Januar
Michelle GurevichCA
Freitag, 11. Februar
BüroCH
Freitag, 11. Februar
Gamma KiteCH
Freitag, 11. Februar
ProzperaCH
Samstag, 19. Februar
KraakeCH
Donnerstag, 17. März
Rejjie SnowIRL
Samstag, 19. März
Juan WautersUY
Freitag, 25. März
MidlakeUS
Donnerstag, 31. März
Kush KCH
Donnerstag, 31. März
Tiger FlamesCH
Samstag, 23. April
Die Gruppe Ja, PanikAT
Samstag, 23. April
CulkAT
Freitag, 20. Mai
International MusicDE

Live again, wir freuen uns!

Der Zutritt zu den Veranstaltungen im Palace ist nur mit einem gültigen Covid-Zertifikat möglich. Bei Tanzveranstaltungen werden zusätzlich die Kontaktdaten erfasst. Die aktuellen Einlassregeln findet ihr hier

Freitag, 19. November
Jeans for Jesus
CAPSLOCK SUPERSTAR
DJ Melone
Tür 20:00 Beginn 21:00 25.-

Rebellion muss nicht stachelig sein, nach Beizentour riechen und nach wütenden, stahlschwammbehandelten Gitarren klingen. Im Fall von Jeans for Jesus fügt sie sich verspielt und dünnhäutig in glatt polierten Zeitgeistpop ein, so verblüffend wie eine Halluzination, so echt wie das tatsächliche Wetter. Kritik an der neoliberalen Optimierungswelt im Gewand eines Hits, der formalästhetisch von genau dieser gemacht sein könnte, inhaltlich aber komplett dagegenhält: Das gab es so noch nicht auf Berndeutsch. Schafft man es, seine hörgewohnten Schubladisierungen sein zu lassen und durch die lackierte Oberfläche zu schlüpfen, steht man vor einer gigantischen Landschaft aus Reflexionen, Farben und Stimmungen. Globale und lokale Analysen, gebaut von vier mitteljungen Berner Boomer-Söhnen, die keine Lust haben, als neue Vertreter in ausgelatschte Pfade der Geschichte gedrängt zu werden. Es geht um Ratlosigkeit, Schmerz und Zweifel, bleibt aber immer geschmeidig, ohne Stagnation oder Nostalgie. «Mir chöi nid los / mir wei nid zrügg / i wot ad Gränzä vom Iz», heisst es im Lied «2000&irgendwo». Im Video dazu regnet es kultige Pop-Motive als Lasergewitter auf trostlose Agglo und regungslose Menschen. Im dreiteiligen Song «127.0.0.1(-3)» wird der Ton schärfer: «Wo gits dr best Wy für aui Wixer / wosech beruäfe füele üs z erlösä vo üsnä Problem». Insgesamt bleiben die Texte meist fragmentarisch und assoziativ, lassen Räume offen – aber transportieren explizite Gefühle. Diese Direktheit macht «19xx_2xxx_» zu einem der grössten Pop-Alben der Schweizer Gegenwart. Auch Capslock Superstar aka Jessica Jurassica und Daif sind versierte Verdichter*innen von ambivalenten zeitgeistigen Zuständen, schon länger und in diversen Medien, neu nun auch als Eurodance-Kombo. Im Video zu ihrer ersten Single «Montevideo» treffen fiebertraumhafte Visuals zwischen LSD-Horror und Pool-Paradies auf die mantraartigen Refrain-Zeilen: «Moonlight / Freiheit / Instagrind / Hippievibe / Tripadvisor / Montevideo»

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Vor der Veranstaltung bitte die aktuellen Covid-Einlassregeln beachten, diese sind hier zu finden.

  • J4J © Matthias Guenter
  • CAPSLOCK SUPERSTAR
  • Plakat: Dominik Schefer