Donnerstag, 28. September
EMAUSA
Samstag, 4. November
Aldous HardingNZ
Samstag, 25. November
Schnipo SchrankeDE

Freundinnen und Freunde der Nacht, lange taten wir uns schwer, wie wir das zehnjährige Jubiläum im Palace feiern sollten, ohne Schulterklopferei, Nostalgie und «Weisch no?». Dann hatte jemand die Idee zum Gastrecht, und es war vermutlich die beste, die uns überfallen konnte. Nicht wegen uns, sondern wegen all den Gästen, die im Palace einen Abend gestalteten: Alles begann mit dem Jetzt erst Fest, als Bands aus der Umgebung vom Orchestergraben bis zum Backstage alle unbekannten Ecken im Haus bespielten. Dann deklinierte Ja, Panik im Futur II, zündete Planet Rock ein Perkussionsfeuerwerk, kochte Fuckintosh seine Trudi Gersta Suppe, fuhr der Helsinki-Klub gleich mit einem Festzug ein, zeigte die Kunst Halle die Flaggen der Erfreulichen Uni, klopfte der Oor Records alle möglichen Rhythmen ab, coverte Stahlberger und andere coverten ihn, bis schliesslich Julie Tippex und die Collection Morel im Museum der imaginären Musik verschwanden. Allen Gästen auf und vor der Bühne eine tiefe Verbeugung! Was wird bleiben von dieser Saison? Sicher all die Grussbotschaften, die uns monatlich im Kulturmagazin Saiten sehr gefreut haben. Und ein bisschen Geschichtsschreibung haben wir dann doch noch betrieben: «The Story of Palace», die Stahlberger im Stil von Jeffrey Lewis sang, erscheint demnächst als kleiner Comic. Zudem haben Cyril Ziffermayer und Florian Geisseler einen Dokfilm über das Gastrechtsjahr gedreht. Wir freuen uns sehr auf die Premiere im kommenden Herbst! Wie wir uns überhaupt auf die nächste Saison freuen: Eröffnet wird sie nicht in der Stadt, sondern im Hochmoor in Gais.

Sonntag, 26. Februar
Der amerikanische Filmemacher Jeff Preiss zeigt seinen Film "Stop"
In Zusammenarbeit mit dem Kunstraum EP
Tür 17:30 Beginn 18:00 Kollekte

Filmvorstellung und anschliessendes Q&A mit dem REgisseur

Stop, 1995—2012, Regie: Jeff Preiss, USA (120 Minuten)

Stop ist episches Heimkino, zusammengeschnitten aus 2500 16mm-Filmrollen, die Jeff Preiss zwischen 1995 und 2011 aufgenommen hat. Die Themen mäandrieren von Babies zu Freunden und Fremden, zeigen U-Bahn-Fahrten, Döner, Regen und die Twin-Towers. Die Schauplätze wechseln zwischen New York, Seoul, Berlin und privaten Wohnungen, geben Einblicke in die von Künstler_innen betriebene Galerie "Orchard" in New York und in den Bauprozess der holländischen Botschaft in Berlin, welche von Architekt Rem Koolhaas entworfen wurde. Zwischen Auftrags- und Freizeit-Film bleibt Jeffs Blick auf sein eigenes Kind eine wiederkehrende Konstante. Dessen Selbstbestimmung der eigenen Geschlechterrolle ist nur eine der subtil beobachteten Transformationen neben anderen Geschehnissen der letzten Zeit.

  • Stop
  • Stop
  • Jeff Preiss